In Anwesenheit von fast 400 Gästen wurde der erste Spatenstich für den Neubau des Produktionsbetriebes der Eugen Gruninger Großmetzgerei in der Blankreutestraße im Gewerbegebiet Freiburg-Hochdorf feierlich vollzogen.
Neben Oberbürgermeister Dr. Dieter Salomon von der Stadt Freiburg sowie dem Ersten Bürgermeister Otto Neideck waren auch zahlreiche Kunden, Mitarbeiter und Freunde der Einladung gefolgt.
Porträt Michael Gruninger, Chef einer Freiburger Metzgerei, muss nach einem Brand ein neues Werk aufbauen. Von Heinz Siebold
Es war eine dunkle Rauchwolke, die an einem Novembersamstag mächtig über dem Freiburger Industriegebiet Nord stand: Die Produktionshalle des Metzgereibetriebs Gruninger brannte am 25. November 2008 völlig aus. Schäufele, Wurst, Fleisch, Maschinen und Verpackungsmaterial, eine erst vor zwei Jahren installierte Schnitt- und Abpackanlage - alles wurde ein Raub der Flammen. Und das kurz vor Weihnachten, dem wichtigsten Absatztermin des Jahres.
Eine Katastrophe und dennoch: es hat keine langen Diskussionen in der Familie Gruninger gegeben, der Familienrat hat rasch beschlossen, dass es weitergehen muss. "Natürlich war es ein Schock", erinnert sich Michael Gruninger. Der 30-jährige Juniorchef, der Urenkel des Firmengründers Max Gruninger, stand mit seinem 67-jährigen Vater Edgar fassungslos vor dem brennenden Werk. Aber den Bettel hinzuschmeißen, das ist keinem der beiden eingefallen. "Man hat eine soziale Verantwortung", sagt der junge Mann nachdenklich, wenn er an diesen Moment zurückdenkt. "Für die Mitarbeiter, für die Kunden."